Orgasmus der Frau

8 Tipps für Frauen zu einem lustvollen Orgasmus

1. Beantworte zu Beginn folgende Fragen

  • Welche Gedanken hast du über deinen Körper und dein Geschlecht?
  • Berührst du deinen Körper, deine Vulva und deine Vagina gerne?
  • Welchen Nutzen hat Sex für dich?
  • Weißt du, was dir sexuell wirklich guttut, was dich erregt?
  • Wie nimmst du dein Geschlecht im Alltag wahr? Stehst du in guter Verbindung mit diesem?

2. Beginne mit der täglichen Selbstliebe

Gedanken beeinflussen sehr stark unser Tun und Fühlen. Vielleicht kennst du folgende Situation: Du fühlst dich gerade nicht wohl in deinem Körper, findest dich unattraktiv. Dein Partner sieht das anders und möchte mit dir kuscheln oder sogar Sex haben.

Wie verhältst du dich dabei? Welche Gedanken hast du dabei? Wie fühlt sich dein Körper dabei an?

Selbstliebe ist ein wichtiger Faktor, um sich auch wirklich nackt und frei dem Partner hingeben zu können. Wenn du Angst vor Ablehnung hast oder, dass dich dein Partner unattraktiv finden könnte oder du dir denkst, dass dein Po zu groß ist, wirst du sehr im Kopf und wenig im Spüren und Wahrnehmen deiner Lust sein. Dein Körper ist innerlich verkrampft und angespannt.

Leider neigt der Mensch – egal ob männlich oder weiblich – dazu, bei sich selbst am kritischsten zu sein.  Sei nett zu dir und beginne auch deine kleinen Makel an dir zu lieben. Beginne mit dir im selben Ausmaß nachsichtig zu sein, wie du es mit deinen Freunden und deinem Partner bist.

Sag deinen kritischen Stimmen im Kopf, die dich klein und schlecht machen wollen:  STOP IT!!!  

„Ich bin ich! Mit all meinen Stärken und meinen Schwächen.“   Lass diesen Satz liebevoll in dir wirken und lasse ihn immer größer werden.

Natürlich ist dies ein Lernprozess, doch probiere es einfach einmal aus. Beginne damit, dich selbst zu mögen, dich zu schätzen für das was du bist.

3. Gib dir die Erlaubnis, ein lustvolles Wesen zu sein

Unsere Erziehung durch die Eltern, die Schule, die Kirche und die Gesellschaft wirkt tief in uns.

 „Das tut man nicht.“ „Das gehört sich nicht für eine Frau.“ „Zieh dich nicht so schlampig an.“  "Eine Frau fasst sich nicht an." 

Glaubenssätze wie diese können sehr tief in uns wirken und uns unbewusst daran hindern, eine lustvolle leidenschaftliche Sexualität leben zu können. Sie wirken wie eine unbemerkt angezogene Bremse in uns.

Umso wichtiger ist es, dir die ganz bewusste Erlaubnis dafür zu geben.

„Ich erlaube mir, eine lustvolle leidenschaftliche Frau zu sein!“

Wie fühlt sich dieser Satz in dir an? Gibt es Widerstand oder kannst du diese Erlaubnis auch tatsächlich spüren?

4. Beobachte dich beim Sex und der Selbstbefriedigung

Keine Sorge, du sollst jetzt nicht die ganze Zeit im Beobachtungsmodus sein und schon gar nicht deine Beobachtung bewerten. Doch das Wahrnehmen deiner bisher erlernten sexuellen Fähigkeiten ist der erste Schritt, um hier zukünftig eine größere Bandbreite an neuen Möglichkeiten zu schaffen.

Mach ganz kurze Beobachtungsblitzlichter in deiner sexuellen Erregung

Wie nimmst du folgende Parameter an dir wahr?

  • Deinen Muskeltonus (An-/Entspannung)
  • Deine Atmung
  • Deine Bewegung
  • Deinen Rhythmus

Lerne dies einfach nur wahrzunehmen, ohne dies zu bewerten.

  • Nimm wahr, wie sich deine Atmung, dein Muskeltonus, deine Bewegung und dein Rhythmus im Verlauf deiner Erregung verändern.

5. Sei neugierig und probiere dich neu aus

Wenn du bei deinen Beobachtungsblitzlichtern erkennst, dass du dich beim Sex kaum bewegst und sehr passiv bist, dann beginn dich ein bisschen zu bewegen.

Bewege dich

Probiere dein Becken zu kreisen oder nach vorne und hinten zu kippen, spiele mit dem Anspannen und Entspannen der Muskulatur in deinem Beckenboden.

Bewegung sorgt für bessere Durchblutung in deinem Geschlecht, deine Vagina wird feucht und weitet sich. Durch die vermehrte Durchblutung werden Vagina und Vulva   empfindsamer auf Berührung.

Lass den Atem fließen

Mach diese Übung vor dem Masturbieren, vor dem Einschlafen, in der Früh vor dem Aufstehen oder wann immer du dazu Zeit und Lust hast.

  • Leg dich auf den Rücken, Beine aufgestellt. Versuche deinen Atem wahrzunehmen. Vielleicht spürst du deinen Atem im Brustbereich oder sogar bis tief in den Bauch?
  • Versuche nun ganz bewusst in deinen Bauch zu atmen. Lege dazu deine Hand auf deinen Bauch und spüre, wie sich diese hebt, wenn du den Bauchraum mit Luft und Sauerstoff füllst. Beim Ausatmen senkt sich deine Hand wieder, die Luft entweicht von deinem Körper.
  • Versuche gleichmäßig ruhig so zu atmen und entspanne dich dabei immer mehr.
  • Lass diese vertiefte Atmung in die Masturbation miteinfließen. Berühre dich dabei wie gewohnt und versuche tief in den Bauch und dein kleines Becken zu atmen.

  • Solltest du bemerken, dass deine Erregung zurück geht, dann kehre zu deinem alt bewährten Muster zurück.
  • Wenn du wieder höher in der Erregung bist, dann beginne erneut mit dem bewegen des Beckens, dem Spielen mit dem Muskeltonus und der tieferen, fließenden Atmung.
  • Mach nicht alles auf einmal! Sei einfach neugierig und spüre, ob sich dadurch etwas verändert. Mach das, was sich für dich am leichtesten zu Beginn anfühlt.
  • Erwarte keine großen Wunder zu Beginn und hab den Orgasmus nicht als Ziel. Sei viel mehr im Spüren und Wahrnehmen deines Körpers, deiner Lust und deiner Erregung. Wie verändert sich dadurch deine Erregung?
  • Gerne kannst du auch beim neugierigen Erkunden und Erforschen deines Körpers dein bisher bewährtes Spielzeug miteinbauen. Aber lasse es auch immer wieder weg, damit du darauf nicht fix angewiesen bist.

6. Erforsche in der Selbstbefriedigung deine Vulva und deine Vagina

Weißt du, wie deine Vulva, also dein äußeres Geschlecht, bei dir aussieht? Hast du es schon mal in einem Spiegel oder Foto betrachtet? Wenn nicht, dann mach auch dies im Rahmen deiner Entdeckungstour. Nimm dir einen Spiegel und betrachte deine Vulva darin. Freunde dich mit ihr an!

Berühre deine Vulva

  • Nimm ein Gleitgel auf Silikonbasis (zum Beispiel von Pjur) oder ein hochwertiges Öl (Kokos, Jojoba, Mandel) und beginne deine Vulva zu berühren… erforsche sie an allen Stellen. Oftmals sind zarte Berührungen und ganz langsame Streichungen an den äußeren Geschlechtslippen und auch an den inneren Geschlechtslippen sehr angenehm. Variiere den Druck und nimm den Unterschied wahr.
  • Was will deine Klitoris? Will sie direkt berührt werden oder vielleicht nur seitlich? Was empfindest du bei der Berührungen deiner Klitoris?
  • Wie spürst du den Damm, das ist der Bereich zwischen Anus und Vaginaeingang?
  • Was mag dein Scheideneingang? Spürst du hier Erregung? Umkreise diesen, oder lege auch mal nur einen Finger hin und bewege diesen gaaaanz langsam oder verändere nur den Druck. Wie nimmst du dies wahr?

  • Sei kreativ und nimm dir dazu einen für dich gut realisierbare Zeit vor. Zum Beispiel 5 bis 10 Minuten während deines „normalen“ Selbstbefriedigungsrituales oder auch nur mal unter der Dusche, vorm Einschlafen oder zum Aufwachen.
  • Sei mit deiner Aufmerksamkeit ganz bewusst beim Wahrnehmen. Wenn irgendwelche Gedanken kommen, dann lass sie wieder ziehen und kehre wieder zurück zum Spüren.

Entdecke deine Vagina

  • Nimm hierfür ein hochwertiges Gleitgel auf Wasserbasis oder Silikonbasis.
  • Lass dir Zeit und bring dich vorher auf altbekannte Weise oder durch die Erforschungstour der Vulva in ein gutes Erregungslevel.
  • Dann dringe langsam in deine Vagina ein und verweile mit dem Finger in ihr. Spüre einfach mal nur diesen Finger in dir. Was kannst du wahrnehmen oder vielleicht nicht wahrnehmen?
  • Beginne langsam deinen Finger in der Vagina zu bewegen. Drücke gegen die Wände der Vagina im Uhrzeigersinn und schau dich in deiner Vagina um. Was fühlst du bei 12 – 3 – 6 – 9 Uhr? Gibt es Stellen, die du mehr wahrnehmen kannst als andere? Erstelle eine Art innere Landkarte von deiner Vagina.
  • Wie tief kannst du eindringen? Spürst du den Muttermund? Wie spürt sich dieser harte „Knoten“ am Ende der Vagina an?
  • Versuche den Beckenboden anzuspannen? Kannst du dies am Finger in deiner Vagina spüren?

  • Nimm dir Zeit für dieses Entdeckungstour und lass dich von deinem Gefühl leiten. Wenn deine Lust schwindet, dann kehre zu deinem alt bewährten Muster zurück. Wenn du merkst, dass du motiviert bist, dann sei neugierig und erforsche dein Genital weiter. Freue dich, über all das Neue, das du entdecken wirst.
  • Berühre deine Vagina mehrmals pro Woche für einige Minuten und erkunde wie sich deine Wahrnehmung und das Lustempfinden der Vagina dadurch verändert.

7. Veränderung kann zu Beginn frustrierend sein.

Überfordere dich nicht beim Üben. Verändere nicht zu viel zu schnell.

Jedes Erlernen einer neuen Sportart, eines Musikinstrumentes, dem Autofahren ist immer wieder von Frust begleitet. Das ist normal. Wichtig ist, dass du deinen Frust beim Üben als „normal“ ansiehst und dir nicht zu große Ziele steckst. Sei offen für kleine Veränderungen und geh mit einer spielerischen Neugierde vor und feiere die kleinen „Erfolge“.

8. Such dir professionelle Unterstützung - Sexualberatung hilft

Wenn du merkst, dass du alleine nicht vorankommst, suche dir Hilfe. Nimm deine Sexualität wichtig und akzeptiere nicht, dass du damit unzufrieden bist.

Sexocorporel und Sexological Bodyworker setzen genau dort an, wo du stehst und unterstützen dich beim Erlernen von genussvoll erlebten Sex mit dir und deinem Partner.

Guter Sex und die Fähigkeit zum Orgasmus zu kommen, sind erlernbar.

Ich unterstütze dich dabei gerne. 

Lerne die Zusammenhänge in deinem Körper besser verstehen. Lies dazu meinen Blog-Artikel "Fakten zum weiblichen Orgasmus"

Kurz & knackig

Definition Orgasmusstörung der Frau

Die Frau erlebt trotz Lust und Genuss an der sexuellen Aktivität und ausgeprägter sexuellen Erregung keinen Orgasmus. Die Erregungssteigerung reicht nicht aus, um den Orgasmus zu erreichen.


Unterscheidung in:

  • Primäre Orgasmusstörung: besteht seit dem beginn der sexuellen Aktivität
  • sekundäre Orgasmusstörung: es gab bereits eine problemlose Phase mit Orgasmen 
  • globale Orgasmusstörung: bei jeder sexuellen Aktivität kommt es zu keinem Orgasmus
  • situative Orgasmusstörung: auf bestimmte Situationen oder sexuelle Praktiken beschränkt

Ursachen:

  • physiologisch: Schmerzen, chronische Erkrankungen, limitierter Erregungsmodus, mangelnde Erotisierung des  eigenen Geschlechts
  • psychisch: Angst, Schuldgefühle, Scham, schlechte Bewertung von Sex, Angst vor Kontrollverlust beim Orgasmus, sexuelle Traumata, 
  • partnerschaftliche: Paarkonflikte, mangelnde Kommunikation über eigene Bedürfnisse, mangelnde Anziehung

"Berühre deinen Körper, deine Vulva, deine Vagina selbst regelmäßig. Sei dabei neugierig und offen für deine Lust und Erregung."




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